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F&E in Shenzhen, Serie in Xiangyang: Aufteilung auf zwei Standorte

Veröffentlicht: 2026-01-23 Kategorie: Unternehmensnachrichten Autor: Olia

Zusammenfassung

Nicht nach Produktkategorie, sondern nach Änderungshäufigkeit: Je häufiger sich etwas ändert, desto näher gehört es zum Engineering-Team. Ist diese Regel gesetzt, ergibt sich die Verteilung fast von selbst.

Zuerst: was umzieht, dann: wohin

Dass Kapazitäten für Verbindungselemente vom Perlflussdelta ins chinesische Binnenland wandern, ist seit Jahren üblich. Steigende Kosten für Grundstücke und Personal sind der eine Grund, verschärfte Umweltauflagen der andere – Galvanik und Passivierung sind im Delta deutlich schwieriger genehmigt zu bekommen.

Doch nicht jeder Prozessschritt lässt sich verlagern. Kaltstauchen, Gewindewalzen, Wärmebehandlung und Oberflächenbehandlung stellen unterschiedliche Anforderungen an die Lieferumgebung, und Werkzeugbau wie Mustererprobung hängen an erfahrenen Teams. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht „Wohin?", sondern „Welche Schritte können Shenzhen verlassen?".

Was das Werk in Xiangyang übernimmt

Das Werk in Xiangyang wurde mit 500 Millionen Yuan investiert, umfasst über 40.000 m² und ist mit Kaltstauchmaschinen, CNC-Bearbeitungszentren und vollautomatischen Prüflinien ausgestattet. Der Schwerpunkt liegt auf hochfesten Verbindungselementen und profilierten Kaltstauchteilen für Elektromobilität und Schienenverkehr.

Für Kunden in Zentralchina ist der Effekt unmittelbar: rund 30 % geringere Logistikkosten, Lieferzeit von 15 auf 7 Arbeitstage. Der Gewinn stammt vor allem aus der Entfernung, nicht aus der Kapazität – ein Werk neben dem Kunden spart Wegezeit.

Automatisierte Montagestation mit Vibrationswendelförderer in der Halle des Werks Xiangyang

Aufnahme aus dem Werk

Was in Shenzhen bleibt

Die Zentrale in Shenzhen behält beide Enden: vorgelagert Design und Bemusterung, nachgelagert kleine Serien und anspruchsvolle Teile. Aufträge aus Luftfahrt, Halbleiter und Medizintechnik sind durch kleine Stückzahlen, hohe Typenvielfalt und lange Qualifizierungszyklen gekennzeichnet und erfordern häufigen Austausch zwischen Engineering und Kunde – in Shenzhen ist das besser aufgehoben.

Xiangyang übernimmt den Teil mit hohem Serien- und Standardisierungsgrad. Diese Aufteilung folgt nicht der Produktkategorie, sondern der Änderungshäufigkeit – ändert sich eine Zeichnung dreimal im Jahr, gehört das Teil nicht weit weg vom Engineering.

Die Aufteilung steht, der Aufwand liegt in der Abstimmung

Der größte Aufwand der zwei Standorte liegt nicht im Frachtaufwand, sondern in der Informationssynchronisation. Dieselbe Zeichnung hat an beiden Orten je ein Werkzeug und je einen Satz Prozessparameter; ändert eine Seite, ohne die andere zu informieren, entstehen gleiche Typen mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Die Lösung: Prozessparameter und Werkzeugnummern in einem gemeinsamen Verzeichnis führen, das beide Standorte nutzen, und Änderungen über denselben Freigabeprozess laufen lassen. Ein Firmensitz mit mehreren Adressen löst die formale Seite; echte Abstimmung entsteht durch Prozessdisziplin, nicht durch verwaltungsrechtliche Erleichterungen.

Was noch offen ist

Die strukturellen Probleme der Personalgewinnung im Binnenland sind real: Anlernkräfte sind leicht zu finden, Fachkräfte für das Einrichten von Kaltstauchmaschinen und die Werkzeuginstandsetzung nicht. Derzeit werden sie aus Shenzhen entsandt; langfristig müssen sie vor Ort ausgebildet werden.

Auch die Zulieferlandschaft ist noch nicht gleichwertig. Sonderwerkstoffe, Präzisionswerkzeuge und einzelne Oberflächenverfahren sind rund um Xiangyang nicht vollständig verfügbar; kurzfristig führt der Weg weiter über das Perlflussdelta oder das Jangtse-Delta. Diese Kosten gehören in die Gesamtkalkulation – Löhne und Grundstückspreise allein genügen nicht.

FertigungsstandortShenzhen PingshanWerk XiangyangStandortaufteilungKaltstauchkapazitätPräzisionsschrauben
Tel: 13560730094
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